Field Trip
Wie wohnt Max? Ein aufschlussreicher Besuch in seinem neuen Haus aus Hanf und Holz
»Ein Haus für Max« heißt eines unserer IBA’27-Vorhaben und natürlich waren die Friends neugierig und gespannt auf den Besuch der Baustelle in Stuttgart-Hedelfingen. Beim Field Trip am 21. Oktober bekamen wir von Bauherr Max Atzinger und Architekt Sven Gritzbach (larob.studio für architektur) einen ersten Eindruck davon vermittelt, wie sich das Wohnen in einem Haus aus Hanf, Holz und Lehm anfühlt. Man kann sagen: bereits in der Bauphase erstaunlich behaglich!
An der Stelle des früheren Familienhauses entsteht ein Wohnhaus, das den Charakter eines traditionellen Backsteinbaus mit anderen Materialien weiterdenkt. Recyclingbeton, Holz und Hanfbausteine kommen hier zusammen, ergänzt durch Lehm- und Kalkputz. Bei der Führung erfuhren wir, welche Überlegungen hinter der Auswahl stecken: Wie lassen sich nachwachsende Rohstoffe im Wohnungsbau einsetzen? Und wie wird aus ihnen ein Haus, dessen Bauteile später wiederverwendet werden können?
Besonders in Erinnerung blieb die Atmosphäre in den noch unfertigen Räumen. Obwohl die Heizung bislang nicht in Betrieb ist, war es im Inneren angenehm warm und trotz Baustelle – und Regen – stellte sich schnell ein Gefühl von Behaglichkeit ein. Die Frage, wie sich natürliche Baustoffe auf das Raumklima auswirken, wurde bei unserem Besuch unmittelbar erfahrbar.
Dabei reicht der Blick der Beteiligten weit über den Einzug hinaus. Schon beim Bauen wird mitgedacht, wie sich die Materialien eines Tages wieder voneinander trennen und erneut nutzen lassen. Im Gespräch mit Max Atzinger und Sven Gritzbach wurde deutlich, wie viel persönliche Überzeugung und Bereitschaft zum Erproben hinter diesen Entscheidungen stehen.
Bei Glühwein und Punsch blieb anschließend Zeit für weitere Fragen und Gespräche.
Herzlichen Dank an Max Atzinger und Sven Gritzbach für die offenen Einblicke und die Gastfreundschaft! Wir sind gespannt, wie sich das Haus bis zum IBA’27-Ausstellungsjahr entwickelt, und freuen uns auf ein Wiedersehen mit seinen Bewohnern im Jahr 2027.



